Funktionsunterwäsche

Heute möchte ich mich über das Thema Funktionsunterwäsche auslassen. Da ich doch bei meinen MQ-Partys, den Touren und bei Stammtischen immer wieder merke, dass es ein Thema mit Erklärungsbedarf ist 🙂 .

Wie in jedem tollen Artikel, erstmal die Erklärung ganz allgemein: Was ist eigentlich Funktionsunterwäsche (FUW) ?

FUW wird in der Regel als erste Schicht direkt auf der Haut getragen. Und wie der Name schon sagt, bietet sie dir, im Gegensatz zu herkömmlicher (Baumwolle) Unterwäsche, verschiedene Funktionen an.

Um uns der verschiedenen Funktionen bewusst zu werden, müssen wir erstmal über Schweiß reden 😛 . Und nein, da kommen wir nicht drum herum, denn es ist doch nun mal so: jede von uns schwitzt.

Und das ist auch gut so, denn Schwitzen ist die natürliche Klimaanlage deines Körpers. Durch das Verdunsten der Flüssigkeit auf der Haut, kühlt dein Körper dich auf die ideale Betriebstemperatur runter und verhindert Stillstand durch Überhitzung. Damit das funktioniert, muss der Schweiß allerdings direkt auf der Haut verdunsten können.

Wenn Du jetzt beim Motorrad fahren normale Alltags-Kleidung unter der Schutzkleidung trägst (oft gesehen: viele tragen zum Beispiel ein Baumwoll-Shirt und eine Baumwoll/oder Viskose-Leggings drunter), funktioniert das leider nicht. Dein Körper wird immer wärmer, was wiederum eine erhöhte Transpiration zur Folge hat. Das Ergebnis: Relativ schnell ist deine Unterwäsche klatschnass, deine Haut glühend heiß und deine Kehle staubtrocken. Und äh ja, vom Geruch wollen wir gar nicht reden…. Hinzu kommt, dass die nasse Kleidung unangenehm an der Haut klebt, scheuert und dann auch nicht wieder trocknet. Also fängst Du an zu frieren…und das auf dem Motorrad, no go!

Und so kommen wir zu den Funktionen, die Dein Wohlbefinden auf dem Motorrad steigern:

  • Klimaregulierung
  • Schweißtransport und schnelle Rücktrocknung
  • reduzierende Geruchsentwicklung durch antibakterielle Fasern oder die natürlich geruchshemmenden Fasern der Merinowolle

FUW beim Motorrad fahren sollte immer eng anliegen!! So konzertieren sich auch die Hersteller darauf, das Tragen der FUW durch Stretch, Naht-Freiheit oder Flach-Nähte so komfortabel wie möglich zu gestalten.

Es gibt natürlich viele verschiedene Varianten von FUW. Denn es kommt auch schon nochmal drauf an, was Du für eine Fahrerin bist. Wenn Du zum Beispiel bei niedrigen Temperaturen lange Strecken zurücklegen willst oder immer nur bei 25 Grad Außentemperatur fährst.

Das Fazit aber ist: Die teuerste, beste und komfortabelste Motorradbekleidung der “Außenschicht” kann seine Wirkung nur entfalten, wenn die Basis stimmt. 😉

Lass Dich ordentlich beraten, damit Du für Dich und Deinen Fahrstil die passende FUW findest.

Ride your own style – Deine Luri von Moto Queen

Besuche meinen MotoQueenShop und schau Dich bei der Funktionsunterwäsche um 🙂

Moto Queen recherchiert #2

Das was?
Das Sozia-Phänomen.

Gut das Wortkonstrukt ist eine Eigenkreation von mir. Aber von dem Sozia-Phänomen an sich hast Du sicherlich auch schon gehört oder es sogar selbst erlebt…?!

Also gut, was meine ich damit:

In Deutschland besteht aktuell lediglich eine Helmpflicht (§ 21a Absatz 2 StVO). Der Rest, wie wir uns auf dem Motorrad ankleiden, ist uns überlassen.

Ich nehme nun den häufigsten Fall, den ich bisher erlebt habe, als Beispiel für den weiteren Verlauf meines Blogs: Biker (männlich) nimmt Sozia hinten drauf mit.

Die Sozia ist in 8 von 10 Fällen unzureichend/mangelhaft mit Schutzbekleidung ausgestattet. Und für alle Kritikerinnen unter uns gleich mal eine Statistik der Bundesanstalt für Straßenwesen aus dem Jahr 2017.

Darin tragen Mitfahrende auf einem Zweirad neben dem Helm gerade mal ganze 11% Prozent eine komplette Schutzkleidung.

Ich habe natürlich mal bei den Beteiligten in meinen Fällen nachgefragt.

Und hier zwei der häufigsten Antworten: „sie fährt doch nur so selten mit, 1-2mal im Jahr, was sollen wir uns da eine ganze Montur für teures Geld zulegen?“ und die andere auch echt klasse Antwort: „ich fahre dann immer ganz vorsichtig“. äh ja…

Ich spiele echt ungern und auch nur gaaaaanz selten den Moralapostel, aber ist es nicht so, dass wenn beide mit dem Motorrad stürzen (Gott behüte), die Sozia genauso von dem Sturz betroffen ist, wie der/die Fahrer/in selbst?

Mit Moto Queen habe ich mir ebenso zur Aufgabe gemacht, mich um die Sozias (auf dieser großen weiten Welt 😎 ✌) zu kümmern. Und da das Thema des Blogs ja ” Moto Queen recherchiert ” heißt, packe ich hier meine Recherche-Ergebnisse zusammen: Denn ich habe mich schon mit so einigen Sozias unterhalten und war ganz früher selbst mal eine. Das Problem ist schnell aufgedeckt: sie wissen es oft nicht besser. Sie möchten mitfahren. Punkt. Viele (nicht alle!!) setzen sich mit der Materie vor einer Fahrt kaum auseinander. Leider (früher selbst erlebt und später oft noch getestet), ist die Beratung dann im Fachgeschäft auch eher darauf ausgelegt, zu verkaufen anstatt Wissenslücken zu füllen. Die Priorität liegt bei vielen (auch hier nicht allen!!) Verkäufern/innen nicht auf der Sicherheit. Und wenn dann der Partner/Mann oder die Sozia selbst, nicht ganz so viel für die Schutzkleidung ausgeben möchten, wird dann auch darauf eingegangen. Übrigens auch ein ganz oft gesehenes Ergebnis des Helm-Einkaufs der Sozia….

So stellt sich mir dann immer die Frage: Ist der Preis wirklich wichtiger, als die Sicherheit?!

Ich möchte Aufklärungsarbeit leisten. Ich denke, dass viele einfach nicht (wer macht das schon gerne?) über einen möglich Unfall nachdenken. Wir Menschen verdrängen doch so gerne unangenehme Themen. Ich vertrete aber die Meinung, keine halben Sachen auf dem Motorrad. Klar ist einiges auch Einstellungssache. Aber z.B. ohne Handschuhe oder mit einer normalen Jeans auf dem Motorrad muss heutzutage doch echt keiner mehr fahren!

Sozias brauchen, wie die Fahrerin/der Fahrer selbst, ebenfalls ausreichend und gutes Material. Auch wenn sie „nur“ mitfahren. Denn Egal, ob Sozia oder Fahrerin: Auf dem Motorrad ist Schutzbekleidung das A und O. Hier solltest Du auf keinen Fall sparen! (Und das sage ich nicht nur, weil ich Bekleidung verkaufe!!!)


Eure Laura von Moto Queen. :mrgreen:  

(PS: Helm & Handschuhe chillen auf der Triple 🙂 )

Moto Queen recherchiert! #1 (Teil 2)

Zurück zu Teil 2 von ”Moto Queen recherchiert” zum Thema:

“Farbe bekennen“

Meine Recherchen dazu ergaben, dass seitens der Hersteller die Verkaufszahlen eindeutig auf ein ”dunkles” Kaufverhalten hin deuten. Farbe wird vom Endverbraucher nur unzureichend gewünscht, sodass es sich für den Hersteller lohnen würde.

Gehen wir das ganze mal durch. Wie war das, als ich meine Textilkombi gekauft habe? Ich bekam Ware vorgelegt. Diese war überwiegend schwarz. Da ich Interesse an etwas Bunterem hatte, fragte ich nach. Manches buntes bieten die Hersteller auch an, das müsste aber bestellt werden. Das bekomme ich aber auch allein von zu Hause hin. Und das machen bestimmt auch einige.. Was bleibt mir, wenn ich aber jetzt etwas brauche und im Laden stehe? Naaaa gut, dann nehme ich das Schwarze. Ist ja ein Fitzelchen weiß drin. So wundert es natürlich nicht, das schwarz die Trendfarbe schlechthin ist.

Schließlich habe ich als Verbraucherin nun das Dunkle gekauft, eigentlich Thema abgeschlossen, oder???

Während der ganzen Recherchen habe ich mir dann aber auch mal die Frage gestellt: Wollen wir überhaupt bunt unterwegs sein? Klar hatten mir einige Mädels geschrieben, dass sie dieses Thema interessant finden und sich (vordergründig) Farbe wünschen. Aber wir Menschen sind ja nicht alle gleich. Wir haben alle verschiedene Wünsche, Aussagen und Ansichten. Und so spiegeln das auch die Fragebögen meiner Moto-Queen-Pre-Partys wieder. Tatsächlich wurde ganz oft schwarz angekreuzt.

Und warum?

Ja, es ist halt einfach so: Motorrad-Bekleidung ist nicht immer sehr günstig. Da überlegt man natürlich drei mal, ob man sich eine quietschgelbe Lederkombi zulegt. Dann kommt auch hinzu, wie schnell doch etwas helleres dreckig wird (anders als im Cross-Bereich, wo dies ja noch gewünscht ist 😆 ).  Oder der Aspekt, dass wenn man Farbe bekennt, die Gefahr besteht, dann doch ganz schnell wieder ”aus der Mode” zu sein. Wir erinnern uns an die damaligen Farbkombinationen von Lederkombis in türkis, lila oder pink.

Desweiteren ist Frau mit schwarz auf der sicheren Seite, dass es zum Motorrad passt. Auch dann noch, wenn sie einen Motorrad-Wechsel vornimmt.

Auch das Kommentar eines lieben Kollegen hat mich nachdenklich gemacht: “da hängst Du dir eine knallrote Lederjacke in den Laden. Alle, die rein kommen finden die total klasse. Fragen dann aber, ob es die auch in schwarz gibt???!!! Am Ende der Saison hat niemand die Rote gekauft und Du bleibst darauf sitzen”…..

Aus sicherer Quelle weiß ich, dass vom Beschluss über das Design, die Entwicklung und das schließlich fertige Produkt im Laden etwa 3-4 Jahre vergehen.

So ziehe ich nun meinen Schluss, dass es die Hersteller nicht so leicht haben den passenden Trend zu erkennen, der in 3-4 Jahren den Großteil der Geschmäcker treffen soll. Da bleibt man dann doch womöglich vernünftig, bleibt den Verkaufszahlen treu und produziert überwiegend dunkel.

Abschießend denke ich und so praktiziere ich es auch: Wenn man sich Farbe wünscht, sollte Frau dies auch kaufen. Wenn das nicht vorhanden ist, drum bitten, dies an die Hersteller weiter zu geben. Konsequent bleiben!

Denn das ist auch dem gleich zu setzen, was ich immer moniere, dass Frauen leider all zu oft Männer-Bekleidung kaufen. So verfälscht das leider ebenfalls hier die Verkaufszahlen. Da kann man den Herstellern ja nicht mal einen Vorwurf machen, dass diese denken, es wäre nicht so ein großer Bedarf an Frauen-Bekleidung vorhanden….

Eure Laura von Moto Queen  

 

Moto Queen recherchiert! #1 (Teil 1)

Heute startet: ➡  Moto Queen recherchiert.

Ich recherchiere für uns motorradfahrende Frauen, Sozias und Co. Ich möchte den Fragezeichen über unseren Köpfen den Kampf ansagen. Wie im letzten Beitrag geschrieben, hatte ich Euch um Themen gebeten, die uns auf dem Herzen liegen. Einiges ist zusammen gekommen. Doch mit einem besonderen Thema möchte ich heute starten.

”Farbe bekennen”

Was ist da eigentlich los in der Motorradindustrie?? Für mich völlig verwirrend. Erst vor drei Wochen waren wir Ski fahren. Schon in der Gondel konnte ich nur über diese Farbvielfalt staunen. Oben angekommen war ich dann platt. Überall dieser herrlich weiße Schnee und überall diese kunterbunten Menschen. Ich war ganz aus dem Häusschen 😆 Die Farbauswahl in den Läden für Ski oder Snowboard-Bekleidung ist gigantisch.

Zurück in Deutschland war ich mal wieder in einem Motorrad-Bekleidungsgeschäft unterwegs gewesen…was soll ich sagen. Meine Stimmung war eher betrübt. Schwarz, weiß und dann doch mal ein Fitzelchen Rot oder Pink.

Bsp. Motocross-Bekleidung

Mehr ist nicht drin……wobei!!! Das stimmt so nicht ganz. Da, da drüben, in dieser einen Ecke: die Motocross-Abteilung!! Die gibt alles was sie kann. Zumindest was das Thema Farben in der Motorradbranche betrifft.

⬅ Hier seht ihr nur ein kleines Beispiel…

 

 

 

Aber nun wollen wir mal nicht so sein. Denn wir können auch nochmal unterscheiden zwischen Männlein und Weiblein. Bei der Männer-Bekleidung ist tatsächlich noch mal mehr raus zu holen, als bei uns Damen. Hier mal am Beispiel eines Einteiler-Lederkombis.

Männer Einteiler.

Frauen Einteiler.

 

 

 

 

 

 

 

 

Alles in allem sind wir aber beiderlei von einer bunten Welt entfernt.

Und da es ja nun “Moto Queen recherchiert” gibt, ist es nun an mir mal nachzufragen, warum wir, vor allem wir Frauen, denn so trist auf dem Bike unterwegs sein müssen?!

Ich habe namenhafte Hersteller zum Interview gebeten.

Alle Antworten und die weitere Analyse bekommt ihr dann in Teil 2.

Ich halte Euch auf dem Laufenden….to be continued….

Eure Laura von Moto Queen